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Premium Outlet

Warum der Preis im Vault fällt — und warum er nie steigt

Ein Rabatt, den man nachrechnen kann. Die Mechanik in fünf Absätzen.

Der übliche Outlet-Trick geht so: Preis hochsetzen, durchstreichen, „−70 %“ danebenschreiben. Rechtlich heikel, praktisch durchschaubar, und für den Käufer wertlos, weil der Referenzpreis nie echt war.

Im Vault gibt es keinen Referenzpreis, den wir uns aussuchen. Jedes Los öffnet zu einem Eröffnungspreis und fällt in 6 gleichmäßigen Stufen, alle 24 Stunden eine, bis zum veröffentlichten Mindestpreis. Dieser Plan wird beim Öffnen festgeschrieben und danach nicht mehr angefasst — es gibt in der Software schlicht keinen Weg, ihn nachträglich zu ändern.

Der Preis wird auf unserem Server aus diesem Plan berechnet. Nicht im Browser, nicht abhängig von Ihrem Gerät, Ihrem Standort oder davon, wie oft Sie die Seite besucht haben. Zwei Menschen, die gleichzeitig dasselbe Los ansehen, sehen denselben Betrag.

Wenn wir eine Senkung ausweisen, nennen wir dazu den niedrigsten Preis der letzten 30 Tage — vorgeschrieben nach § 11 PAngV. Weil ein Vault-Preis ausschließlich fällt, ist das exakt der Preis, der vor der aktuellen Stufe galt. Und auf der ersten Stufe gibt es noch gar keine Senkung; dort steht deshalb kein durchgestrichener Preis, keine Prozentzahl, nichts.

Bleibt der unangenehme Teil: Jedes Los existiert einmal. Wer auf die nächste Stufe wartet, zahlt weniger — oder findet es verkauft vor. Diese Spannung ist der Punkt der Sache, und sie ist ehrlich, weil beide Seiten dieselben Informationen haben.


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